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BMI-Leitfaden für die Entwicklung von Standards für den elektronischen Datenaustausch (XÖV-Standards) veröffentlicht.
Im Rahmen des Deutschland-Online Vorhabens "Standardisierung von Datenaustauschverfahren" hat das BMI den "Leitfaden für die Entwicklung von Standards für den elektronischen Datenaustausch (XÖV-Standards)" veröffentlicht (Downloadlink).
Der Leitfaden wendet sich vor allem an Behördenleiter und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung, die im Rahmen von E-Government mit der Planung, Konzeption, der Implementierung und dem Betrieb von IT-Systemen für den automatischen Datenaustausch innerhalb und mit der öffentlichen Verwaltung betraut sind. Das Dokument soll Hilfestellung und Anleitung bei Entwicklung und Einsatz einheitlicher fachübergreifender und fachspezifischer Datenschnittstellen auf Basis von XML geben.
Die im Leitfaden zusammengefassten Informationen sind geeignet, eine erste Planung für ein XÖV-Standardisierungsprojekt zu entwickeln. Der Einstieg in die weiterführende Dokumentation der Standardisierungsinfrastruktur wird erleichtert. So werden u.a. das im Auftrag des KoopA ADV (Kooperationsausschuss Automatisierte Datenverarbeitung Bund/Länder/Kommunaler Bereich) entwickelte Regelwerk für die Entwicklung von XÖV-Standards (XÖV-Framework), das Konzept und Nutzungsmöglichkeiten von fachübergreifenden Bausteinen (XÖV-Kernkomponenten) sowie die durch das Vorhaben bereitgestellten Infrastrukturen und Werkzeuge [XGenerator 2.0 (s.u.) und XRepository] beschrieben und in einen übergreifenden Zusammenhang gestellt.
Darüber hinaus gibt der Leitfaden Unternehmen und Verbänden der deutschen Wirtschaft einen Überblick über die Standardisierungsaktivitäten von Bund, Ländern und Kommunen für den Datenaustausch innerhalb und mit der öffentlichen Verwaltung.
Weiterhin wurde wurde der XGenerator 2.0 veröffentlicht und steht zum Download bereit (Downloadlink). Er kann in IT-Projekten für die Generierung von XML-Schemata eingesetzt werden.
Die Erfahrung aus XML-Projekten in der öffentlichen Verwaltung zeigt, dass die manuelle Entwicklung, Pflege und Dokumentation der XML-Schemata zur technischen Beschreibung von Datenmodellen schwierig und mit einem hohen Aufwand verbunden ist.
Der XGenerator 2.0 erleichtert zukünftig die Modellierung von Datenobjekten.
Behörden und Projektgruppen können Datenmodelle zunächst als grafische Repräsentation entwickeln, pflegen und dokumentieren. UML (Unified Modeling Language) ist eine geeignete Technologie zur Modellierung u. a. von Daten und deren Beziehungen zueinander. Beispiele für solche Daten, die häufig in Fachstandards Verwendung finden, sind "Person" und dessen Eigenschaften "Name" und "Anschrift". Diese Datenobjekte bestehen wiederum aus weiteren Details.
Das UML-Modell wird dann vom XGenerator „eingelesen“ und ggf. die Einhaltung projektspezifischer Anforderungen (Profile) geprüft. Der XGenerator erzeugt anschließend aus dem UML-Modell die technische Ebene des Datenmodells: die XML-Schemata und deren Dokumentation.
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